Der Zoo Stralsund engagiert sich für heimische und exotische Fledermäuse-17.03.2021

Kleine Lanzennase

Der Zoo Stralsund engagiert sich für heimische und exotische Fledermäuse


Am Grillhaus des Zoos Stralsund hat man einen der schönsten Blicke auf die eichenbesäumte Waldlichtung der Rothirsche. Nur wenige wissen, dass diese Anhöhe hohl ist. Im Hügelinneren befindet sich ein verwinkeltes Kellergemäuer. „Diese Bauweise hat System,“ so Zoodirektor Dr. Christoph Langner. “Der alte Hohlblockstein ist griffig und weist genug senkrechte Spalten auf. Hiermit bieten wir einen perfekten Überwinterungsort für Fledermäuse an.“
Insbesondere Fransen- und Wasserfledermäuse nutzen die senkrechten Spalten der frostfreien Höhle, um den Winter zu überstehen. Mit ihren vier bis sechs Zentimeter verkriechen sie sich so tief in die Mauerspalten, dass Marder und andere Beutegreifer sie nicht erreichen können. Bei der diesjährigen Inaugenscheinnahme der Höhle konnten sieben der kleinen Wintergäste gezählt werden.
Während die heimischen Fledermäuse, von den Besuchern meist unbemerkt, im Zoo Stralsund Quartier bezogen haben, sind exotisch Verwandte von ihnen im Südamerikahaus eingezogen. Einer der ehemaligen Schutzräume der Krallenaffen ist so umgestaltet worden, dass die kleine Lanzennase sich hier wohl fühlen kann. Dieser exotische Vertreter der Fledermäuse ist nicht nur um ein Drittel größer als die heimischen Verwandten im Zoo, sondern hat auch ein grundverschiedenes Ernährungsverhalten. Als Futtergeneralist stehen bei ihr sowohl Insekten als auch Früchte, Nektar und Pollen auf der Speiskarte. Mit ihrer Vorliebe für Blütenpollen sorgen sie bei über 40 Pflanzenarten in ihrer Heimat für die Bestäubung der Blüten. Namensgebend ist ein lanzenförmiger Aufwuchs an der Nase. Dieser Aufwuchs dient für die Echoortung der Tiere. Da sie in der Natur auch in Peru vorkommen, ziehen sie als Botschafter ihrer Heimat in das Tropenhaus ein. Mit Einzug der neuen Bewohner in ihr Quartier beginnt eine Trainingsphase für die Tiere. Denn der Zoo wird mit entsprechender Beleuchtung den Tag-/ Nachtrhythmus so anpassen, dass Besucher die nachtaktiven Säugetiere zu Öffnungszeiten des Zoos in Bewegung erleben können.
Die Umgestaltung des Südamerikahauses ist so weit vorangeschritten, dass erste Tiere ihre Gehege beziehen können und sobald die Coronasituation es zulässt, wird der Zoo Stralsund die Besucher auf eine Reise ins Gran Pajatén einladen.

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