Eiszapfen & Dachlawinen – Vorsicht an Häusern
Wenn es erst friert und dann wieder taut, bilden sich oft dicke Eiszapfen an Dachrinnen. Das kann für Leute auf dem Gehweg richtig gefährlich werden. Darum gilt: In der Nähe von Häusern aufpassen, Abstand halten und unter verdächtigen Dächern lieber nicht stehen bleiben.
Und wenn es bei uns in der Region doch mal wieder ordentlich schneien sollte, kommt der Schnee auf den Dächern als mögliche Gefahr noch dazu. Insbesondere dann, wenn er großflächig und auf einmal vom Dach rutscht und nach unten saust.
Wer ist verantwortlich?
Grundsätzlich ist der Eigentümer oder Betreiber eines Hauses dafür zuständig, solche Gefahren zu beseitigen. Kurz gesagt: Wer ein Haus hat, muss dafür sorgen, dass davon keine Gefahr für andere ausgeht.
Was Eigentümer tun sollten
Damit nichts passiert, sollte man rechtzeitig handeln.
Zum Beispiel:
- kleine Eiszapfen früh entfernen, solange das noch sicher möglich ist,
- bei akuter Gefahr den Bereich sofort absperren oder warnen (z. B. mit Flatterband oder Schild) und im Zweifel das Amt für Planung und Bau oder die Polizei informieren
- prüfen, ob Schneefanggitter oder andere Schutzvorrichtungen sinnvoll sind und
Fachleute beauftragen (Dachdecker, Hausmeisterdienst), wenn man es selbst nicht gefahrlos machen kann.
Warum frühes Handeln so wichtig ist
Große Eiszapfen oder ganze Schneemassen lassen sich oft nur mit viel Aufwand entfernen – besonders, wenn unten Autos stehen oder man nicht sicher ans Dach kommt. Wer früh eingreift, spart Ärger, Kosten und senkt das Unfallrisiko.
Noch ein paar Hinweise
- Mieter sind normalerweise nicht automatisch zuständig, außer es steht klar im Mietvertrag.
- Bei akuter Gefahr sofort absperren und im Zweifel Polizei oder Ordnungsamt informieren.
- Die Feuerwehr wird nur tätig, wenn eine unmittelbare Gefahr für den öffentlichen Verkehrsraum besteht und sonst niemand rechtzeitig handeln kann