Rund um St. Marien wird’s grün und gemütlich
Abschluss Neugestaltung
Wer in der Stralsunder Altstadt am Neuen Markt unterwegs ist, sollte ruhig einmal einen kleinen Abstecher zur Marienkirche machen. Denn rund um St. Marien hat sich einiges getan: Der historische Kirchhof wurde neugestaltet und ist jetzt wieder ein Ort, an dem man gern ein bisschen länger bleibt.
Mehr Grün, neue Bäume und Gehölze, gepflegte alte Bäume und schöne Plätze zum Sitzen und Ausruhen machen das Kirchenumfeld zu einer kleinen grünen Oase mitten in der Stralsunder Altstadt. Dabei wurde nicht einfach alles neu gemacht: Der prägende alte Baumbestand blieb erhalten und wurde so gepflegt, dass er den Kirchhof noch viele Jahre bereichern wird.
Auch der Blick auf die besonderen Seiten dieses Ortes spielt eine wichtige Rolle. Historische Sichtachsen wurden wieder geöffnet und die Apollonienkapelle* stärker in das Gesamtbild einbezogen. So wirkt der Kirchhof heute offener und einladender – und lässt gleichzeitig seine lange Geschichte wieder besser erkennen.

Ob kurze Pause beim Stadtbummel, ein ruhiger Moment unter Bäumen oder einfach ein schöner Platz, um St. Marien aus einer neuen Perspektive zu betrachten: Das neugestaltete Umfeld bietet dafür jede Menge Gelegenheit. Und das nur wenige Schritte vom lebendigen Neuen Markt entfernt.
Möglich wurde die Neugestaltung durch das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit Unterstützung von Bund und Land. Die Gesamtkosten belaufen sich auf voraussichtlich 2,4 Mio. Euo, von denen 800.000 Euro durch die Stadt getragen werden. 
*Apollonienkapelle
Der achtseitige Backsteinbau wurde im Jahr 1416 errichtet. Der Bau der Kapelle wurde damals den Stralsundern zur Sühne für drei beim sogenannten Papenbrand thom Sunde verbrannte Geistliche auferlegt. 1407 hatten aufgebrachte Stralsunder drei Pastoren auf dem Neuen Markt auf einem Scheiterhaufen verbrannt.